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Phase 3 · Die erste Reise · Kapitel 7 von 9

Das erste Mal im Wasser

Die restliche Fahrt verlief ziemlich ruhig. Der größte Teil ging über die Autobahn, nur die letzten Kilometer über Landstraßen waren etwas holperig, aber wir kamen wohlbehalten und ohne Zwischenfälle gegen Mittag in Plau an.

Der Hafenmeister war in dieser Situation der freundlichste und geduldigste Mensch auf diesem Planeten. Ich erklärte ihm, dass das mein erstes Mal war, und er gab mir Tipps zum Ablauf und hatte eine Engelsgeduld. Ich hielt mich peinlich genau an seine Anweisungen, damit ja nichts passiert. Das war meine größte Angst.

Die Schlaufen des Krans wurden um den Rumpf der Mareike gelegt, und nur einen Knopfdruck später hing sie in der Luft am Haken. Heike stand in sicherem Abstand, von mir absichtlich nicht eingebunden, und hielt Pike an der Leine. Ein kurzer Schwenk, dann ging es langsam Richtung Wasser. Dort kamen die Gurte weg, und unsere Mareike schwamm.

Als Erstes sprang ich an Bord und kontrollierte, ob irgendwo Wasser ins Boot strömte. Doch alles blieb trocken.

Jetzt ging es ans Einräumen: Gepäck, Werkzeug (eigentlich fast eine komplette Werkstattausrüstung mit Akkuschrauber, Akkuflex und so weiter), Proviant und Bettzeug kamen an Bord. Erst jetzt wurde auch der Motor endgültig an seiner Halterung festgeschraubt. Für das Gespann hatte ich einen Stellplatz direkt am Hafen. Nach dem Parken gingen wir gemeinsam an Bord. Zur Sicherheit hatten wir außerdem einen Liegeplatz für die Nacht im Hafen gebucht.

Aber zuerst sollte es langsam hinaus aufs freie Wasser gehen. Einmal an der Reißleine gezogen, und der Motor lief. So kannte ich ihn auch vom Schlauchboot: zuverlässig und direkt am Start. Es war übrigens ein Suzuki-Außenborder, 5 PS, Viertakter.

Leinen los, und das Boot setzte sich in Bewegung.

Erst einmal kennenlernen: Mit diesem Boot waren wir ja noch nie gefahren, und ein Vergleich mit dem 3,10 Meter langen Schlauchboot war unmöglich. Nur Standgas, die hölzerne Ruderpinne der Mareike fest im Griff, ging es Richtung Plauer See. Ein tolles Gefühl, und genau so, wie wir uns die erste Fahrt vorgestellt hatten. Heike und Pike saßen vor mir auf der Plicht und schauten gebannt in die Runde.

Wir waren unterwegs.