Der erste Umbau
und reparatur
Zu Hause kam zuerst der ganze Segelquatsch vom Boot runter (nennt sich „Abtakeln“, dazu alles andere, was für uns unbrauchbar erschien. Dann wurde Material bestellt: Teile für die Elektroinstallation, Wasserkanister, Fender, ein kleiner Benzingenerator, Harz, Glasfasermatten und vieles mehr. (Der Generator fand seinen Platz später an Deck auf dem Bug, allerdings erst, als wir im Wasser waren.)
Pike war dabei, wie immer, und ständig im Weg. Wo etwas gekleckert hatte oder es staubig war, konnte man ihn finden. Dass er etwas komisch fand, ließ er sich nie anmerken.
Zeitnah machte ich mich an die Reparatur des Bugschadens. Ich öffnete das Loch weiter und schuf eine vernünftige Basis, denn die Reparatur sollte dauerhaft halten und kein Provisorium sein, auch wenn die Zeit drängte. Die Farbe war „Postgelb“, und den richtigen Farbton fand ich tatsächlich als Spraydose im Baumarkt. Nach ein paar Stunden Arbeit war vom Schaden nichts mehr zu sehen.

Erst danach bekam das Boot seinen Namen, und das war ebenfalls unspektakulär: mit Pinsel und roter Farbe, von Hand gemalt, als Provisorium. Genau wie das Bootskennzeichen, das wir ebenfalls bis zum Urlaub beantragen mussten. Ohne Kennzeichen wäre der Urlaub nämlich auch ins Wasser gefallen.
Dann die Elektrik. Ich baute zwei gebrauchte 130-Ah-Batterien ein, die ich aus dem Wohnwagen ausgebaut hatte, dazu ein 230-V-Ladegerät, einen LED-Streifen in der Kajüte, ein paar USB-Einbausteckdosen, einen 300-W-Wandler und eine Kühlbox. Die Lichter vom Mast fanden einen neuen Platz. Fast die komplette Ausstattung aus dem Wohnwagen wanderte ins Boot, sogar die Chemietoilette. Heike kümmerte sich darum, dass es auch gemütlich wurde.
Die vier Schlafplätze wollten wir erst auf dem Wasser ausprobieren und dann entscheiden, welche die besten für uns sind. Schließlich mussten wir auch Gepäck und Verpflegung irgendwo unterbringen, und dafür, das war uns klar, mussten Schlafplätze geopfert werden.
Auch der Trailer wurde technisch überholt: neue Elektrik, und die Räder? Für den Wohnwagen hatten wir im letzten Winter erst neue Reifen montieren lassen. Also probierte ich, ob sie auch an den Bootstrailer passen, und sie passten. So wurde mithilfe des ehemaligen Projekts Wohnwagen unser neues Projekt Boot Wirklichkeit.
Hinweis für Nachahmer: Wer das probiert, sollte vorher unbedingt prüfen, ob Lochkreis und Tragfähigkeit der Räder zum Trailer passen.